Acustica Audio Fire the Clip – One-Knob-Clipper

Acustica Audio Fire the Clip Titel

Acustica Audio stellen mit “Fire the Clip” ihr neustes Plugin der Fire-Serie vor. Auf den ersten Blick handelt es sich dabei um ein simples One-Knob-Design. Ein Blick “unter die Haube” verrät aber, dass damit ein sehr detailliertes und vielseitiges Clipping von Audio-Peaks möglich ist.

Bewusstes und kontrolliertes Clipping von herausstechenden Audio-Peaks ist spätestens seit dem Loudness-War ein bewährtes Mittel für super laute Mixe und Master. Das Abschneiden der Peaks und Transienten sorgt für einen geringeren Abstand zwischen Peak und durchschnittlicher Lautstärke und lässt euch durch den entstandenen Headroom den Mix insgesamt lauter pegeln. Im Gegensatz zum Limiter, der durch vorheriges Clipping in der Plugin-Kette entlastet wird und der den Pegel reduzieren würde, schneidet der Clipper die Signalspitzen einfach ab. Um dabei zu verhindern, dass unerwünschte Artefakte entstehen oder Intersample-Peaks unterfasst bleiben, setzen Mastering-Engineers auf True-Peak-Detection und gerne mehrfaches Oversampling bzw. Upsampling.

Acustica Audio Fire the Clip
Acustica Audio Fire the Clip. Quelle: Acustica Audio

Acustica’s Fire the Clip bietet neben True-Peak-Detection ein unglaubliches 1024-faches Oversampling, das verspricht besonders wenig Artefakte und Aliasing zu erzeugen. Neben den Metering-Anzeigen, der Auswahl verschieden klingender Algorithmen und Hard-Knee vs Soft-Knee, ist vor allem das Zusammenspiel der “Ceiling” (gewissermaßen der Threshold ab dem geclippt wird) und dem Big Knob entscheidender Part des Clippers. Dieser ist hierbei der Input-Gain, der das Signal gegen die Ceiling drückt, also entscheidet wie viel der Peaks ins Clipping geraten. Der Auto-Gain-Button passt das Output-Signal automatisch an, sodass ihr die reine Audioqualität bewerten könnt, ohne von der höheren Lautstärke getäuscht zu werden.

Bei genauerem Hinsehen ist Fire the Clip also doch mehr, als ein One-Knob-Plugin und ist nicht nur für Mastering-Engineers, sondern auch Mixer interessant, die schon für mehr Lautheit auf ihren Subgruppen erreichen möchten.

Preis und Verfügbarkeit

Ab sofort für 49€ auf der Website von Acustica (Demo vorhanden).

Vorausgesetzt wird die hauseigene Installationssoftware Aquarius sowie macOs 10.14. (oder höher) oder WIndows 10 (oder höher). Erhältlich als VST2, VST3, AU und AAX.

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