Adventskalender Türchen 14

Banner 14. Tuerchen

Hinter unserem 14. Türchen verbirgt sich eine NFR Lizenz für MasterCheck von NUGEN Audio im Wert von 169,00 EUR. MasterCheck simuliert die Codierung verschiedener Streaming Dienste und bietet ein umfangreiches Monitoring für weitere Targets wie TV, Kino und Radio. So kann überprüft werden, ob dein Mix/Master die Spezifikationen für das Zielmedium einhält und auch, ob dein Song bei verschiedenen Streamingdiensten wie Spotify, Apple Music und Tidal sicher vor Intersample Peaks ist. NUGEN MasterCheck ist der Standard in den USA für Target Monitoring in der Musikindustrie, Filmproduktionen und Rundfunk. Ebenso wird es von Apple zur Überprüfung von Apple Digital Masters akzeptiert.

Um an der Verlosung teilzunehmen stelle in den Kommentaren unter diesem Post eine Frage zum Thema Mastering, welche du gerne vom Mastering Engineer @masterati beantwortet haben möchtest.

14. Tuerchen

Vom 01.12. bis 24.12.2022 posten wir täglich um 00:00 Uhr ein Adventskalender Türchen mit einer Verlosung. Registrierte Nutzer der Audiosteps App können kostenlos an den Verlosungen teilnehmen. Die Teilnahme jeder Tagesverlosung ist am selben Tag des Posts bis 23:59 Uhr möglich.

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Weitere Artikel

So exportierst Du deinen Mix für das Mastering richtig

Du hast Stunden und Tage an deinem Mix gearbeitet. Dieser klingt nach deinem Empfinden nun endlich so, dass du ihn für das Mastering freigeben möchtest. Damit dein Mastering Engineer das bestmögliche aus deinem Mix herausholen kann, ist es nicht nur wichtig, dass dein Mix gut klingt, sondern, dass du diesen auch korrekt beim Mastering Engineer anlieferst. Jedes Mastering Studio verfolgt bei den Spezifikationen einige verschiedene Anforderungen. Die meisten sind jedoch immer gleich.

Reaktionen

    1. Du kannst natürlich verschiedene Wiedergabequellen nutzen als Referenz. Bei mir und vielen meiner Kollegen funktioniert es aus der Erfahrung heraus nur über die Hauptabhöre. Das geht eben auch nur, wenn man seine Abhöre und Umgebung genau kennt und eben die Erfahrung besitzt. Ich höre dann auch viel in Mono ab. Zu beachten ist grundsätzlich die Monokompatibilität in dem du mal den Master auf Mono schaltest und auch mal Solo auf den Differents (Seiten) hörst, welche sich bei Mono auslöschen. Genau so wichtig ist es den Frequenzgang zu beachten. Kann ein Lautsprecher keine Bässe wiedergeben erscheinen die obersten Mitten und Höhen mehr. Gerade bei elektronischer Musik die von tiefen Bässen lebt, fehlt der Groove und der Titel wirkt dann dünn. Hier gilt zu beachten, dass auch in den obersten Bässen, untersten Mitten noch Obertöne vom Bassbereich spielen. Oft wird zum Beispiel eine Kick gelayert. Eine die Druck bei 80 Hz hat, eine darunter die viel Druck bei 160 Hz hat und eine die bei 3,4 kHz z.B. extra Punch erzeugt. Gerade bei kommerziellen Produktionen aus den USA sehe ich gerne mal 7,8 Kicks und 7,8 Snare Layer die jeder eine spezielle Aufgabe haben. Das Thema gilt es zu beachten, ist aber eher Thema des Arrangement / Produktion. Ich würde am Anfang wirklich viel auf Referenzgeräten hören und nachbessern. Vergleichen und nachbessern. Bis du sicherer wirst und dann vlt. immer mehr nur auf deine Abhöre oder auch zwei Abhören die sich gut kombinieren gehst. Alternativ auch mit Sonarworks Sound ID, wo man verschiedene Geräte und Orte simulieren kann auf Lautsprechern und Kopfhörern.

    1. Hören! Ich sehe oft, dass Tracks in die DAW gezogen werden und dann wird mit dem Abspielen schon direkt an den ersten Plugins gespielt. Ich höre erst den Song im gesamten, Spuren Solo.. Gleichzeitig sorge ich für Übersicht: Spuren / Stems anordnen, routen, benennen, farbig nach meinen persönlichen Farbcodes markieren. Bevor ich ein erstes Processing zum Beispiel mit einem Plug-In mache, gehe ich erst an die Lautstärkeverhältnisse und Panorama, und setze bei einzelnen Spuren entsprechend Low- und Highcuts. Damit ist schon 50% zum Ziel erledigt. Mixing Tip: Panorama gerne mit einem Lautsprecher auf Mono setzen. Klingt komisch, aber genau so hört man gut, wo das jeweilige Instrument Raum in der Position hat. Lowcuts auch gerne höher ansetzen, wenn die unteren Frequenzen im Mix nicht gebraucht werden und so Raum schaffen, für dass was man dort wirklich hören möchte. Augen zu, Lowcutfrequenz hochziehen bis man meint jetzt fehlt was und wieder 15% zurück.

    1. Ein Stem Master ist ein Masteringprozess mit mehreren Spuren. Ähnlich schon wie ein Mix, nur mehr zusammengefasst. Ein Stem Mastering kann zum Beispiel aus 5 Stems bestehen. 1. Stemspur = Bass | 2. Stem = Kick | 3. Stem = Rest Drums | 4. Stem = Vocals / 5. Stem = Restliche Instrumente – Ein Stem Mastering soll eigentlich dazu dienen, um an Unzulänglichkeiten bei einem Stereomix, besser an die Problemstellen heranzukommen. Beispiel wäre ein Titel, welcher eine starke Resonanz in der Gitarre bei 3kHz besitzt. Nun möchte ich diese mit EQ und anderen Mitteln herausziehen. Gleichzeitig sitzt dort aber die Präsenz der Vocals in diesem speziellen Titel. Diese ziehe ich nun automatisch auch mit runter, was dem Song nicht gut tut. Habe ich nun die Gitarrenstem einzeln kann ich hier gezielt nur die Gitarre bearbeiten ohne die Vocals zu beeinflussen. Die Gefahr besteht bei vielen Stems, dass der Mastering Engineer sich zu doll austoben kann und dann ein völlig neuer Mix entsteht. Ich empfehle Stem Mastering nur, wenn der Mix wirklich Unzulänglichkeiten besitzt oder generell ganz große Probleme hat und man nicht zurück ins Mixing kann. Heute ist Stem Mastering “Inn” geworden und werden oft einfach so empfohlen, vlt. weil sich dadurch ein paar Euros mehr verdienen lassen, vlt. aber auch weil viele Produktionen nicht mehr ordentlich / professionelle gemischt werden und auch das Mixing immer häufiger mit Aufgabe des Mastering Engineers wird. Was eigentlich nicht Sinn der Sache ist 🙂

    1. Auf jeden Fall! 1. Es gibt manchmal Titel, denen ein analoges Processing nicht gut tut. Aus verschiedensten Gründen. Zum Beispiel weil schon sehr viel Analog gearbeitet wurde und man so diesen speziellen Sound den man erreichen wollte schädigt oder weil vlt einfach enorm viel mit Saturation Plugins gearbeitet wurde, wo man gerne Analoge Geräte noch einsetzen möchte, aber selbst die kleinste Analoge Sättigung den Song mehr schädigt. 2. Es gibt Mixe die einfach so gut sind wie sie sind. Manchmal muss man z.B. nur noch eine spezielle Frequenz unter Kontrolle nehmen, was dann super mit einem Kirchhoff EQ oder Kompressor Plugin funktioniert und auf geht es zum Release.

  1. Hast du ein Vorgehen was das Master eines ganzen Albums oder einer EP angeht? Gehst du da Track für Track durch, versuchst aus jedem Song erstmal soundtechnisch das Maximum herauszuholen und schaust dann ob du es von der Lautheit einigermaßen homogen hinbekommst?
    Es gibt sicherlich Alben die rein soundtechnisch da einfacher zu machen sind, weil z.B. eine Death Metal Scheibe jetzt nicht gerade suuuper abwechslungsreich in den Grundsounds ist. 🙂 Aber natürlich auch Alben die sehr vielschichtig daher kommen.
    Danke dir, dass du dir Zeit dafür nimmst. Lieben Gruß

    1. In jeden Fall arbeite ich mit allen Titel in einer Session. Tatsächlich ist das Vorgehen von Projekt zu Projekt etwas unterschiedlich. In der Zeit des Streamings werden oft bereits schon veröffentlichte Singles für Alben und EPs genutzt. Gehen wir erstmal von einem klassischen Album aus, wo auch gezielt das Projekt sich auf das Album ausrichtet: Hier versuche ich immer einen roten Faden reinzubringen mit dem Gedanken das Album von vorne bis hinten durchzuhören. Sowohl vom Klang und Sound, als auch Länge der Fades und Pausen zwischen den Songs und die wahrgenommen Lautstärken. Das heißt für mich, ein Titel darf auch mal gefühlt leiser sein, um zwischendurch Entspannung reinzubringen, wenn es angebracht ist und ein anschließender Song mit mehr Power etwas lauter um ihn noch kräftiger wirken zu lassen. Früher hat der Mastering Engineer oft auch die Reihenfolge der Titel bestimmt. Das gibt es heute so gut wie garnicht mehr. Was die Lautstärken an sich betrifft, orientiert man sich immer am stärksten und schwächsten Song und versucht einen Kompromiss zu finden. Dabei kann auch das Verlegen in der Titelliste helfen. Der schwächste sollte nicht unbedingt neben den stärksten liegen. Bei Projekten die beispielsweise eine Sammlung aus verschiedensten Singles sind muss man immer schauen. Beim Best of von Eko Fresh habe ich zum Beispiel nur mit einem EQ etwas nachgearbeitet und geschaut, dass es keine großen Lautstärkesprünge gibt.

    1. Ich mach mir da garnicht mehr so viel ein Kopf darum. Ich versuche immer den besten Kompromiss zwischen gefühlte Lautstärke und Klang zu finden. Ich denke über die Jahre Erfahrung ist es auch einfacher geworden eigentlich immer eine akzeptable Lautheit zu erreichen, ohne den Titel zu schaden. Manchmal kommt aber nicht darum herum auch gegen die Wand die zu fahren. Gerade bei Metal und Schlager steht beim Kunden oft die Priorität bei der Lautstärke, lange vor der Klangqualität. Hier hab ich viele Kunden die glaube ich echt nur zu mir kommen, weil es enorm laut machen kann, sodass es irgendwie noch klingt und wenig der Klangästhetik 🙂 Pop, EDM, Hip Hop ist eigentlich entspannt geworden nach der David Guetta Loudness War Ära.

    1. Vergiss im Mix LUFS als Richtwert auf Einzelspuren. Das Verhältnis der Lautstärke aller Spuren muss stimmen und das machst du nur mit deinen Ohren. Für das Master gibt es auch keine feste LUFS. Meine Master liegen meist bei -8 bis -11 LUFS Integrated. Manchmal lauter, manchmal leiser. Je nach dem was es für ein Song ist. Feste Vorgaben hast du eigentlich nur bei Radio, TV und Kino oder Netflix zum Beispiel nach EBU R128 -23 LUFS oder ATSC A/85 Cinema Package.

    1. Aus mehreren Gründen “Nein”: 1. Songs werden auch immer noch auf / von anderen Medien abgespielt. 2. Das Master wird nicht für die Streaming Plattform normalisiert. Wie zum Beispiel bei Spotify -14 LUFS. Der Nutzer kann die Normalisierungsfunktion in den Einstellungen deaktivieren und die Songs in Originallautstärke hören. Da möchte man nicht untergehen. 3. Es wird sogar extra Loudness War für Streaming Dienste mit LUFS Normalisierung betrieben. Auch wenn alle Titel technisch gleich laut sind, kann man mit Psychoakustik, Balance der Frequenzen und bereits schon im Arrangement einen Song lauter wirken lassen.

      Wenn man aber auf 2014-2016 zurück blickt, ist es in den meisten Genres deutlich entspannter geworden, sodass man mit etwas Erfahrung oft einen guten Kompromiss aus Lautstärke und Klangästhetik findet. Schlager und Metal sind aus meiner Sicht noch etwas schwierig.